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Brezel
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Die Brezel (in Bayern und Ăsterreich die Breze) ist ein salziges oder selten auch sĂźĂes Gebäck in der Form eines symmetrisch verschlungenen Teigstrangs. Ihre Anfänge liegen im Mittelalter des deutschsprachigen Raums (Deutschland, Elsass, Ăsterreich, Schweiz und SĂźdtirol). Der Name Brezel wird von der etymologischen Forschung vom lateinischen brachium abgeleitet (âder Armâ; mutmaĂlich bezogen auf das Verschränken beider Unterarme vor dem Brustkorb).cite-ref-kluge-seebold-1-0[1] Die Brezel ist das am weitesten verbreitete Gebildbrot oder Bildergebäck. Seit dem Mittelalter wird die Brezel von der Bäcker-Zunft als Zunftzeichen und heute als Wahrzeichen von den Bäcker-Innungen sowie den Bäckereien verwendet.cite-ref-brotmuseum-2-0[2] Im Laufe der Jahrhunderte bildeten sich zunehmend mehr Varianten der Brezel in immer mehr Regionen und Ländern aus. Am meisten verbreitet sind die bayerische Brezncite-ref-bayerische-brezn-3-0[3] mit weitgehend gleicher Dicke und die schwäbische Brezel mit einem dicken Bauch und zwei dĂźnnen Armen.
Contents
⢠Wortvarianten
⢠Etymologie
⢠Legenden
⢠Schwaben
⢠Elsass
⢠Bayern
⢠Handwerklich
⢠Maschinell
⢠Varianten
⢠SĂźĂe Varianten
⢠Bezeichnungen
⢠Redewendungen
⢠Verschiedenes
⢠Ausstellung
⢠Museum
⢠Literatur
⢠Filme
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Wortvarianten
Vom Wort Brezel sind viele Varianten gebräuchlich:cite-ref-atlas-alltagssprache-de-4-0[4]
⢠in Ăsterreich auch das Brezel und die Breze;cite-ref-duden-5-0[5]
⢠in Bayern die Breze oder bairisch die Brezn ;
⢠in Sßdbaden auf Niederalemannisch Bretschl;cite-ref-7[7]
⢠in WĂźrttemberg schwäbisch Brezet ['brÉtÍĄsÉd] und Brezget ['brÉtÍĄsgÉd] â veraltend; heute: Brezl ['brÉtÍĄsl];cite-ref-8[8]cite-ref-9[9]
⢠in Ost-Schwaben auch als Brezg notiert;
⢠in Hessen und Rheinland-Pfalz mit kurzem âeâ gesprochen;
⢠in Norddeutschland mit langem erstem âeâ.cite-ref-atlas-alltagssprache-de-4-1[4]
Etymologie
Der Name Brezel ist hauptsächlich mit dem oberdeutschen Raum verbunden, und alle Dialektvarianten sind bereits im Mittelalter belegt. Diese gehen allesamt letzten Endes auf Ableitungen von lateinisch brachium (âArmâ; spätlateinisch auch bracchium) zurĂźck. Es ist auch nur eines der vielen lateinischen LehnwĂśrter der aufblĂźhenden karolingischen Klosterkultur; hier handelt es sich um die Bezeichnung fĂźr ein ursprĂźngliches Devotionsgebäck, weshalb es noch heute in oberdeutschen katholischen Gebieten besonders heimisch ist.cite-ref-lloyd-springer-10-0[10] Das Benennungsmotiv sind die umeinander geschlungenen Enden des Teigstrangs, die mit Ăźberkreuzten Armen verglichen wurden.cite-ref-kluge-seebold-1-1[1]
Wohl auf mittellateinisches brachiolum (ursprĂźngliche Bedeutung: âĂrmchenâ) dĂźrfte althochdeutsch brezzila und neuhochdeutsch Brezel zurĂźckgehen. Ein unbelegtes mittellateinisches Wort *brachÄŤtum (ursprĂźngliche Bedeutung: âarmfĂśrmigâ oder âĂrmchenâ; oder vielleicht *braciatacite-ref-kluge-seebold-1-2[1]) scheint die Quelle fĂźr althochdeutsches brezzita zu sein (auch brezita geschrieben), das in bairisch pretzede und schwäbisch brezet (beide weiblichen Geschlechts) fortlebt. Ein nicht direkt belegtes mittellateinisches *brachiatellu (vorausgesetzt von toskanisch-italienisch bracciatello und anderen romanischen Formen wie altprovenzalisch brasadel âringfĂśrmiges Gebäckâ) liefert die althochdeutsche Dialektvariante brezitella oder brezitel.
Als späte Kurzform wird althochdeutsch brezza betrachtet, das erst in Handschriften ab dem 12. Jahrhundert in Glossen belegt ist (brezin im 12. Jahrhundert, precznĚ im 14. Jahrhundert, Formen des Nominativ Singular, die bairisch Brezn genau entsprechen) und mundartlich in Baden, WĂźrttemberg, dem bairischen Sprachraum und teilweise im Fränkischen weiterlebt, doch meist als Nebenform von Brezel.
âIm Spätmittelalter vereinigten sich diese vielfältigen Wortbildungen in einer erst vom 12. Jh. an bezeugten, aber m[undartlich] noch heute besonders beliebten Kurzform brezza; sie finden sich alle in verschiedenen H[andschriften] nebeneinander verzeichnet an der Glossenstelle 3,153,31ff.: brezita, brezta, brezin, brezitella, bretzinta (Kontamination?). Was den Wandel des gram[matischen] Geschlechts zum heute meist Ăźblichen Fem[ininum] (neben Mask[ulinum]) anbelangt, so mag bei dem vorwiegenden Gebrauch der neutr[ischen] Pl[ural]formen auf -a im Lat[einischen] diese Endung sich auch als Fem[ininum] S[ingular] eingebĂźrgert haben.â
â
A. Lloyd, O. Springer
:
Etymologisches WĂśrterbuch des Althochdeutschen
Form und Geschichte
Der US-amerikanische Lebensmittelhistoriker William Woys Weaver vertritt die These, dass sich die heutige Brezelform aus den keltischen Ernteknoten entwickelte, die dekorativ gewebte Kunstwerke aus getrocknetem und geflochtenem Weizenstroh waren.cite-ref-11[11] Diese Ernteknoten werden mit Frßhlingsfruchtbarkeit, dem Frßhlingsäquinoktium und der keltischen GÜttin des Ost-Sterns Sirona in Verbindung gebracht. Das Christentum unterdrßckte diese heidnischen Traditionen, da sie den kirchlichen Erzählungen ßber Ostern widersprachen.cite-ref-12[12]
Der gegenwärtige Forschungsstand Ăźber die Herkunft der Brezel lässt daher keine sicheren Aussagen zu. Meyers Konversationslexikon von 1905 vermutete den Ursprung in einem Verbot heidnischer Backwaren (etwa in Form eines Sonnenrads) auf der Synode von Estinnes (auch als âKonzil von Leptinäâ bezeichnet) im Jahre 743. Als Ersatz sei die Brezel entstanden.cite-ref-13[13]
Regionale Brezeltypen lassen sich vor allem an ihrer Form unterscheiden. Im Laufe der Zeit wurden viele Varianten der BrezelkrĂźmmung und -verschlingung gebildet.cite-ref-14[14] Bei den am meisten verbreiteten Sorten,cite-ref-bayerische-brezn-3-1[3] darunter die bayerischen, Ăśsterreichischen und badischen Brezeln, liegt der Ansatz der Arme weiter oben. Die schwäbischen Brezeln haben dagegen tiefer angelegte und dĂźnnere Ărmchen. Der obere Bogen ist dafĂźr umso dicker, auch Bauch oder Ausbundcite-ref-15[15] genannt. In den meisten schwäbischen und badischen Regionen wird dieser Bauch mit einem geraden Einschnitt versehen. Beim Backen fĂźhrt dieser Schnitt zu einem glatten Ausbund ohne rĂśsche Rissecite-ref-16[16] und macht damit die Krume hier etwas weicher. Zudem enthält eine schwäbische Brezel etwas mehr Butter (3â10 % auf Mehl) als die bayerische Brezn (max. 3 % auf Mehl), dadurch wird die letztere Sorte knuspriger.cite-ref-meistermarken-2009-17-0[17]
Die Brezel ist als eine christliche Fastenspeise Ăźberliefert. Die Verwendung der Brezel in der Fastenzeit hat Pieter Bruegel d. Ă. in einem allegorischen Bild dargestellt (Der Kampf zwischen Karneval und Fasten von 1559, Kunsthistorisches Museum Wien). Links im Bild ist die pralle, rotbackige Karnevalszeit, dem von rechts der magere, fahle Fastenzug entgegenzieht. Zwei Fastende tragen helle (ungelaugte) Brezeln.
Die ersten bekannten graphischen Darstellungen befinden sich in zwei Lektionaren mit jeweils einer Abendmahlsszene, die fßr das Benediktiner-Kloster Sankt Peter in Salzburg angefertigt wurden. Ihre Entstehung wird jeweils um das Jahr 1050 (MS G.44)cite-ref-18[18] und zwischen 1070 und 1090 (MS M.780)cite-ref-19[19] datiert. Beide Manuskripte befinden sich seit 1933 im Besitz der Morgan Library in New York City.cite-ref-20[20] In der elsässischen Enzyklopädie Hortus deliciarum ist eine hÜfische Tischszene mit einer Brezel abgebildet, die um 1160 entstanden sein soll (siehe Abbildung oben rechts).cite-ref-21[21]
Das älteste nachweisbare Bäckerwappen mit einer Brezel wird auf 1111 nach Christus datiert.cite-ref-innungsbaecker-de-2018-22-0[22]cite-ref-23[23]cite-ref-24[24] Es handelt sich dabei um den groĂen Freiheitsbrief von Heinrich V. fĂźr die Stadt Speyer. Er erlieĂ den BĂźrgern Steuern, gab ihnen Rechte und lieĂ dies an einem der TorbĂśgen in der Domvorhalle des Speyerer Doms als Inschrift einmeiĂeln. Heute existiert von der Inschrift mit figĂźrlich dargestellten Zunftvertreterncite-ref-25[25] nur noch eine späte Zeichnung von 1756. Die oberste Figur auf der linken Bogenhälfte hält offenbar eine Brezel.cite-ref-26[26]
Die schwäbische Gemeinde Altenriet nimmt die Erfindung der Brezel fßr sich in Anspruch und richtet daher seit Jahrhundertencite-ref-27[27] am Palmsonntag einen Brezelmarkt aus.
Während den Ausgrabungen am Donaumarkt in Regensburg präsentierten Archäologen 2015 verkohlte Reste einer Brotzeit aus dem 18. Jahrhundert,cite-ref-28[28] darunter die älteste gefundene Brezel.cite-ref-29[29]
Legenden
Schwaben
Der bekanntesten Legende nach wurde die Brezel 1477cite-ref-30[30] von einem Hofbäcker namens Frieder aus Bad Urach erfunden, der durch einen Frevel bei seinem Landesherrn Graf Eberhard (Eberhard im Bart) (1445â1496) sein Leben verwirkt hatte. Da der Bäcker jedoch vorher gute Dienste geleistet hatte, sollte ihm noch eine Chance gegeben werden. âBack einen Kuchen lieber Freund, durch den die Sonne dreimal scheint, dann wirst du nicht gehenkt, dein Leben sei dir frei geschenkt.â Er gab ihm dafĂźr drei Tage Zeit, bevor er die Todesstrafe erhalten sollte. Der Bäcker war ratlos und seine Frau verschränkte vor Kummer ihre Arme. Damit gab sie ihrem Mann die Idee fĂźr die Brezelform. Eine weitere Hilfe war ihm noch eine Katze, die aus Versehen das Backblech in die Laugenwanne (bzw. Eimer) gestoĂen hatte.cite-ref-31[31] Die heutige Form der Brezel war jedoch schon im späten 12. Jahrhundert bekannt.cite-ref-brotmuseum-2-1[2]
Elsass
Ebenso beansprucht man im Elsass die Erfindung der Brezel. Diese Entdeckung wird durch eine Variation der schwäbischen Legende begrĂźndet. Bäcker Dorebaek (Thorbeckcite-ref-32[32]) aus Ingwiller (Ingweiler) wurde im Gefängnis von Bouxwiller (Buchsweiler) eingesperrt, weil er es gewagt hatte, Ăśffentlich âBarbaraâ (Bärbel von Ottenheim) zu beleidigen. Sie war die Mätresse des âGrafenâ (Vogtes) âJacques Le Barbuâ (Jakob im Bart oder Jakob von Lichtenberg). Der âGrafâ war jedoch bereit, den Verurteilten freizulassen, wenn er ihm einen Laib Brot (andernorts einen Kuchen) backte, durch den man dreimal die Sonne sehen kĂśnne. Bäcker Dorebaek hatte dafĂźr wie Bäcker Frieder in Urach nur drei Tage Zeit.cite-ref-33[33] Die elsässische Legende wird durch den Zusatz variiert, dass Bäcker Dorebaek von einem starken jungen Gardisten namens Jorycite-ref-34[34] (JĂśrg) Beilstein aus Uttwiller (Uttweiler) geholfen wurde.cite-ref-35[35] Dieser hĂśrte das Klagen von Dorebaek aus dem Kerker im Stadtturm und riss daraufhin entschlossen einen Gitterstab aus dem Fenster. Er verbog ihn zu einer Brezel und gab ihn dem Häftling, der nach dieser Vorlage eine Teigbrezel formte.cite-ref-36[36]
Bayern
Der Mßnchner Bäcker Anton Nepomuk Pfannenbrenner gilt als Erfinder der Laugenbrezel im Februar 1839. Er arbeitete im 19. Jahrhundert in Mßnchens kÜniglichem Kaffeehaus des Hoflieferanten Johann Eilles. Pfannenbrenner verwechselte einmal Zuckerwasser als gewohntem Brezelaufstrich mit Natronlauge, die zur Reinigung der Backbleche bestimmt war. Gleichwohl entstand nach dem Backen eine wohlschmeckende Alternative.cite-ref-37[37] Hier liegt insofern eine Legende vor, da ein Hoflieferant namens Johan(n) Eilles nicht nachweisbar ist. Erst 1873cite-ref-38[38] grßndete Joseph Eilles die Firma J. Eilles, die später das Privileg eines Hoflieferanten erhielt.cite-ref-39[39]
Schlingen der Brezel
Handwerklich
Bäcker verwenden zum Schlingen von Brezeln eine spezielle Wurftechnik. Ein Teigstrang (der schwäbischen Laugenbrezel) wird mit beiden Händen auf einer Arbeitsfläche gerollt und dabei nach auĂen gezogen, sodass er sich an den Enden verjĂźngt. Dann wird der Strang â nur an den beiden Enden gehalten, gehoben und bewegt â zu einer Bucht (âUâ) gelegt. Mit einem schlenkernden Ruck wird diese Bucht angehoben, so dass sich ihre (verdickte) Mitte im Flug um 180° verdrillt, bis sie wieder auf der Fläche aufkommt. Danach drĂźckt man noch die beiden Enden an den Seiten der Bucht auf.cite-ref-40[40]
Maschinell
In groĂen Betrieben kommen auch spezielle Brezelschlingmaschinen zum Einsatz.cite-ref-piller-patent-41-0[41]cite-ref-42[42] Die im Video gezeigten Greifarme lassen jedoch die Bucht (den späteren Ausbund) auf der Fläche liegen und verdrillen nur die Enden des Strangs. Im Vergleich zum Menschen kĂśnnen sich die (Roboter-)Arme viel weiter verdrillen.cite-ref-43[43]
Durch eine Verwindung um 360° wird das von rechts kommende Ende nach Verschlingung mit dem linken wieder rechts der Mitte der Bucht angeheftet. Ist der Drall nur 180° groĂ, Ăźberkreuzen sich die Arme nur einfach, wie das Armpaar eines Menschen, der seine rechte Hand auf linke Schulter (und die linke gegengleich zur rechten) legt. Beide bisher genannten Brezeltypen sind an ihrer Verdrillungsstelle chiral geformt, diese kann als Doppelhelix einer Links- oder Rechtsschraube entsprechen.
Die typisch 3â5 cm kleine Variante wird aus einem Formstrang abgeschnitten. Auch aus einer Lage Teig gestanzte, ausgestochene oder formgegossene Brezeln weisen zwar eine ähnliche Kontur, doch keine Verschlingung der Arme durch Verdrillung auf. Diese sind in der Regel rechts-links-seitensymmetrisch und werden auch durch eventuell RostabdrĂźcke unten und stärkere Bräunung oben nicht chiral.
Varianten
Abhängig von Regionen, Traditionen und Anlässen werden die unterschiedlichsten Brezeln gebacken. Innerhalb der einzelnen Bereiche gibt es verschieden garnierte Arten. Brezeln sind als Frischware oder Dauergebäck beliebt. Die GrĂśĂen reichen von wenigen Zentimetern bis knapp einem halben Meter.
SĂźĂe Varianten
Die Palmbrezel aus sĂźĂem Hefeteig wird in Teilen Schwabens am Palmsonntag gebacken.
Regional verbreitet ist auch die sogenannte Martinsbrezel, die zum St. Martinstag aus sĂźĂem Hefeteig gebacken und oft mit Hagelzucker bestreut wird. In der Regel wird sie nach gemeinsamen MartinszĂźgen an Kindergärten oder Schulen an die Besucher verteilt. Zum Schulanfang gibt es sie in Teilen Hessens und Schwabens als Schulbrezel.
Beim Konditor findet man auch sĂźĂe Brezeln, zum Beispiel die oft auch noch gewendelte Blätterteig-Nussbrezel oder die âRussenbrezelâ. Im GroĂraum Stuttgart und weiten Teilen WĂźrttembergs sind diese sĂźĂen Brezeln â benannt nach der wĂźrttembergischen KĂśnigin Olga â auch als âOlgabrezelnâ bekannt.cite-ref-olgabrezel-44-0[44] Im Rheinland sind sĂźĂe Brezeln, bei denen zwei ihrer Schlingen mit Vanillepudding gefĂźllt sind, eine weitere beliebte Variante. Sie heiĂen âPuddingbrezelâ oder âPuddingteilchenâ. In der Form kleiner Brezeln wird auch Weihnachtsgebäck aus MĂźrbeteig gefertigt.
Die in Baden und Schwaben bekannten Neujahrsbrezeln sind ungelaugt. Sie werden meist aus einem Milchteig oder sĂźĂen Hefeteig hergestellt und sollen GlĂźck und Wohlergehen verheiĂen. Sie haben einen Durchmesser von 30 cm bis Ăźber einen Meter. Sie wiegen bis zu 2,5 kg und sind meist mit Verzierungen, wie etwa einem Zopfmuster und Jahreszahlen, versehen. Dabei gibt es regional den Brauch, dass die Kinder ihre Neujahrsbrezel (zusammen mit einem Spargroschen) bei ihren Paten abholen. Ăhnliche Neujahrsbrezeln kennt man auch im zentralen Rheinland. Sie ersetzen ein FrĂźhstĂźcksbrot und werden gern der FamiliengrĂśĂe entsprechend beim Bäcker vorbestellt. Sie messen etwa 40 Zentimeter bis einen Meter in der Breite und sind aus einem geflochtenen weichen Weckteig geformt. Meist werden die Neujahrsbrezeln mit etwas Zuckerguss oder grobem Zucker oder Mandelscheiben bestreut, manchmal mit Marzipan gefĂźllt.
Regional verbreitet sind Brezeln aus sĂźĂem Hefeteig, die in Fett ausgebacken und danach gezuckert werden â demzufolge ein Siede- oder Fettgebäck in Brezelform, das auch als Faschingsbrezel bekannt ist.
Schloss Burg an der Wupper bei Solingen ist fĂźr die Burger Brezel bekannt, deren Konsistenz und Geschmack an Zwieback erinnern. Der Mittelstrang ist vier- bis fĂźnfmal geschlungen.cite-ref-45[45] Um die Zutaten machen die Ăśrtlichen Bäcker ein Geheimnis. So heiĂt es im Volksmund, die Burger Brezeln seien aus âWupperwasser und Lehmâ. Es gibt sie auch in groĂer Form; diese Brezeln haben ein Bändchen, so dass man sie um den Hals hängen kann. In Unterburg steht ein Denkmal fĂźr die Brezelbäcker, die frĂźher ihre Waren in KiepenkĂśrben auslieferten.
Salzige Varianten
Laugenbrezel
Die typische Brezel-Variante von heute ist die Laugenbrezel. Eine Laugenbrezel besteht traditionell aus Weizenmehl, Malz, Salz, Backhefe, Fett (Margarine, Butter) und Wasser.cite-ref-meistermarken-2009-17-1[17] In manchen Regionen wird auch Schweineschmalz zugegeben. Varianten sind aus Vollkorn-, Dinkel- oder Mischmehlen erhältlich. Zum Bestreuen des gelaugten TeigkĂśrpers vor dem Backen verwendet der Bäcker Salz in verschiedenen KĂśrnungen oder KĂźmmel oder auch Ălsaaten wie Sesamsaat. Die TeigfĂźhrung von Brezelteigen ist aufgrund der langen Aufarbeitungszeit, im Unterschied zu anderen Hefeteigen, meist sehr fest und kĂźhl. Die Netto-Teigausbeute liegt hierbei bei etwa 150.
Die Brezel wird vor dem Backen fĂźr wenige Sekunden in 3â5%ige Natronlauge (E 524), (pH-Wert 13â14) getaucht. Beim Backen reagiert das Natriumhydroxid durch die Wärmeeinwirkung mit dem Teig an der Oberfläche des Gebäcks. Die Hydrolyse von Proteinen im Teig beschleunigt und fĂśrdert die Maillard-Reaktion (Bräunungsreaktion). Die Brezel erhält dadurch die fĂźr Laugengebäck typische braune Färbung und dessen speziellen Geschmack.
Die Verwendung von unbeschichteten Backblechen aus Aluminium zusammen mit der Natronlauge fĂźhrt häufig zu einer Kontamination; dieses Problem tritt auch bei Alufolie auf.cite-ref-47[47] Das Bayerische Landesamt fĂźr Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hatte 2014 bei 21,3 % der geprĂźften Laugengebäcke zu hohe Aluminiumgehalte âbeanstandenâ mĂźssen. Die Verwendung von Aluminium-Backblechen wird von den Betrieben mit einer besseren WärmeĂźbertragung vom Aluminiumblech zum Teigling begrĂźndet. âAluminium hat eine etwa 10- bis 15fach hĂśhere Wärmeleitfähigkeit im Vergleich zu Edelstahl.âcite-ref-48[48]
Eine Untersuchung nach Aluminiumkonzentrationen im Laugengebäck im Jahr 2020 durch das Lebensmittel- und Veterinärinstitut (LVI) Braunschweig/Hannover beim Niedersächsischen Landesamt fßr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) ergab eine Verringerung der Aluminiumgehalte. Gemessen an der Vorgabe des Bundesinstituts fßr Risikobewertung (BfR) fßr zulässige Aluminiumgehalte von weniger als 10 mg/kg lagen alle Proben unterhalb dieses Richtwerts.cite-ref-49[49]
Idealerweise hat der in sich symmetrisch verschlungene Teigstrang der Laugenbrezel auĂen eine knusprig-ledrige Salzkruste und innen einen weichen HefeteigkĂśrper. Weiterhin ist eine ideal gebackene schwäbische Laugenbrezel am sanft geschwollenen Bauch etwas aufgesprungen und saftig, in den dĂźnnen Teigarmen kross, aber nicht trocken. Die Ăźbliche GrĂśĂe beträgt etwa 15 cm im Durchmesser des Gebäckteiles, bei einem Durchmesser des Teigstranges von knapp einem bis vier Zentimeter.
In Privathaushalten wird die Natronlauge oft durch eine weniger gefährliche und leichter zu erhaltende Soda-, also NatriumcarbonatlÜsung (E 500) ersetzt. Diese kann durch Kochen einer LÜsung von Natron (NaHCO3 in Wasser) hergestellt werden, wobei CO2 entweicht:
2 N a H C O 3 ( a q ) âś âś N a 2 C O 3 ( a q ) + C O 2 ( g ) + H 2 O {\displaystyle \mathrm {2\ NaHCO} _{3}(aq)\longrightarrow \mathrm {Na} _{2}\mathrm {CO} _{3}(aq)+\mathrm {CO_{2}} (g)+\mathrm {H_{2}O} }
Laugenbrezeln werden häufig âbelegtâ angeboten. Die Butterbrezel, eine aufgeschnittene und mit Butter bestrichene Brezel, ist vor allem im sĂźddeutschen Raum als Imbiss beliebt. Daneben gibt es beispielsweise noch Belag mit verschiedenen Käsesorten, Leberwurst, Schinken.
Besonders zur Wiesnzeit, wenn in MĂźnchen das Oktoberfest gefeiert wird, begegnen einem auch wesentlich grĂśĂere Wiesnbrezn. Diese Breze ist im Stil der MĂźnchner Brezn, die im Vergleich zu ihren schwäbisch-alemannischen Nachbarn eine etwas hellere Kruste (hellgelb bis gebräunt statt rotbraun oder dunkelbraun) und eine schon eher in Richtung frisches WeiĂbrot oder Semmeln gehende Konsistenz aufweisen. Sie eignen sich damit beispielsweise gut zum Auftunken von Bratensaft. Die fĂźr das Allgäu typische Bretzga weist dagegen ein lange feucht bleibendes Inneres auf, das am ehesten mit dem einer ähnlich hergestellten Laugensemmel vergleichbar ist.
In frĂźheren Zeiten stellten die Bäcker eine Lauge mit folgenden Bestandteilen her: Buchenasche, Zwiebel- und Eierschalen wurden in Salzwasser ausgekocht.cite-ref-50[50]cite-ref-51[51] Vermutlich tauchte man die Brezeln schon seit dem 12. Jahrhundert vor dem Backen in kalte oder heiĂe Natronlauge.cite-ref-c-oelwein-2014-52-0[52]
Anisbrezen
Die Anisbrezen ist ein typisch oberfränkisches Gebäck, dessen Teig reichlich Anis zugegeben wird. Die Arme dieser eher hellen und weichen Breze werden aus einem dickeren, fast gleichmäĂigen Strang gezogen. Anisbrezen sind ganzjährig oder in manchen Regionen eingeschränkt traditionell nur vom 30. November bis Aschermittwoch (oder GrĂźndonnerstag) erhältlich.cite-ref-genussregion-oberfranken-de-53-0[53]
Fastenbrezeln
In Biberach an der RiĂ werden in der Fastenzeit, hier nach Weihnachten bis Ostern, weiĂe Fastenbrezeln angeboten (schwäbisch: Faschdabrezga). Vor dem Backen taucht man sie anstelle von Natronlauge kurz in heiĂes Wasser, erst nach dem Backen werden sie feinkĂśrnig gesalzen. Der Legende nach hatte ein Lehrbub vergessen, die Lauge anzusetzen, woraufhin der erboste Meister die Teigbrezeln in einen Bottich mit kochendem Wasser warf statt in Lauge.cite-ref-54[54] Fastenbrezeln wurden erstmals 1598 in einem Brief erwähnt. Der damalige Biberacher BĂźrgermeister Heinrich von Pflummern gelobte darin, alljährlich zur Fastenzeit den Aussätzigen am Stadtrand im Magdalenenhospital Fastenbrezeln zu stiften.cite-ref-55[55]
Ungelaugte Brezen gibt es das ganze Jahr Ăźber auch in mehreren Gegenden von Bayern, vor allem in Niederbayern; hier werden sie mit Salz und KĂźmmel bestreut. Im sĂźdlichen Oberbayern werden diese Brezen auf die Palmbuschen gehängt. Eine leichte Abwandlung davon findet man in Oberfranken rund um Bamberg: die Brezeln bestehen aus einem weiĂen BrĂśtchenteig und werden normal im Ofen gebacken. Danach wird die Oberseite mit Wasser bestrichen und in Salz getaucht. In den dortigen Bäckereien trägt diese Art den Namen Breze (wohingegen in vielen Teilen Deutschlands unter Breze eine Laugenbreze verstanden wird).
In der Schweiz heiĂen sie Fastenwähe.
Partybrezel
Eine weitere beliebte Variante ist die Partybrezel. Es handelt sich hier um eine groĂe Brezel (Durchmesser von bis zu 50 cm oder mehr), die wie ein BrĂśtchen belegt wird. Bei der Bestellung kann man meist die Anzahl der Personen angeben, fĂźr die die Brezel bestimmt ist. Dementsprechend wird dann der Umfang angepasst. Die grĂśĂten Brezeln sind fĂźr rund 30 Personen gedacht.
Pretzels
In den USA sind Pretzels vor allem als Salzbrezeln (ähnlich den Salzstangen) aus der TĂźte bekannt. Dort gibt es sie mit FĂźllungen und Belägen (auch auf BrezelstĂźckchen) in sĂźĂen und herzhaften Varianten wie Käse und Schokolade. Die beiden MarktfĂźhrer sind âRold Goldâ und Snyderâs of Hanover. In Philadelphia werden sie dagegen weich und frisch gebacken und mit Senf serviert.
GeschĂźtzte geografische Bezeichnung
Seit 13. März 2014 sind die Bezeichnungen âBayerische Brezeâ sowie âBayerische Breznâ, âBayerische Brezânâ und âBayerische Brezelâ als geschĂźtzte geographische Angaben nach europäischem Recht eingetragen (EU-VO Nr. 161/2014).cite-ref-56[56] Sie dĂźrfen nur fĂźr Produkte verwendet werden, die in Bayern hergestellt wurden und der eingetragenen Spezifikation entsprechen; auch TiefkĂźhlteiglinge fallen unter den Bezeichnungsschutz. Der Spezifikation zufolge handelt es sich um glänzende, kupferbraune Laugenbrezeln aus Hefeteig, die mit Salz, Mohn-, Sesam-, KĂźrbis- oder Sonnenblumensamen oder Käse bestreut sein kĂśnnen.
Im Gegensatz zur schwäbischen Brezel ist der Bogen nicht eingeschnitten, sondern hat einen wilden Ausbund, die Arme sind dicker und setzen hĂśher am Bogen an.cite-ref-57[57] Die Spezifikation verwendet durchgängig die Bezeichnung âBrezeâ (jedoch âSchwäbische Brezelâ); die Schreibweise mit Apostroph soll auf Betreiben des Bundesjustizministeriums aus markenrechtlichen Erwägungen mitgeschĂźtzt worden sein.cite-ref-58[58]
Veranstaltungen und Heraldik
Eines der grĂśĂten Volksfeste am Oberrhein ist das sechstägige Speyerer Brezelfest am zweiten Wochenende im Juli, das seit 1910 ganz im Zeichen der Brezel steht. Dazu wurde auch eine Brezelsupp mit Pfälzer Wein erfunden.cite-ref-59[59] Im Mainzer Stadtteil Bretzenheim findet alljährlich das Brezelfest statt, bei dem auch die BrezelkĂśnigin gekĂźrt wird. Im Bretzenheimer Ortswappen ist eine Brezel abgebildet, wie auch in Bretzenheim an der Nahe, Nieder-Ramstadt oder Altenriet â weitere siehe Brezel (Heraldik).
Jährlich am Palmsonntag wird in Altenriet sßdlich von Stuttgart der Altenrieter Brezelmarkt gefeiert.cite-ref-60[60] Ebenfalls am Palmsonntag richtet man im schwäbischen Heldenfingen um die Karstquelle Hungerbrunnen den Brezgenmarkt aus, der erstmals 1533 urkundlich erwähnt wurde.
In der Kurpfalz und den angrenzenden Gebieten wird im FrĂźhjahr ein Sommertagszug veranstaltet, bei dem Kinder oder Jugendliche mit einem geschmĂźckten Stecken dem Sommertagszug vorangehen. Auf dessen Spitze wird eine ungelaugte Brezel aus sĂźĂem Hefeteig gesteckt oder gebunden, die sogenannte Sommertagsbrezel.cite-ref-61[61]
Von 1318 bis 1801 ritt einmal im Jahr der Brezenreiter durch MĂźnchen, der Brezen verteilte und eine aus einer Familienstiftung finanzierte Spende am Heilig-Geist-Spital von ca. 3000 Brezen fĂźr die Armen der Stadt ankĂźndigte. Ab 2005 wurde diese Tradition von einer Privatinitiative wiederbelebt.cite-ref-c-oelwein-2014-52-1[52]
Beim MĂźnchner Oktoberfest werden drei Mal so groĂe Brezn als Wiesnbrezn angeboten. Während eine durchschnittlich groĂe Brezel um 83 Gramm wiegt, ist eine Wiesnbrezn mindestens 250 Gramm schwer.cite-ref-innungsbaecker-de-2018-22-1[22] Bis 1996 konnten die Wiesnbrezn den ganzen Tag Ăźber von auĂerhalb angeliefert werden. Doch âin diesem Jahr gab es einen riesigen Besucher-Andrangâ. Daher schränkte die Stadt den Lieferverkehr ein, nun dĂźrfen nur noch bis 8 Uhr Waren gebracht werden. Der Bäckermeister und Breznbäcker Oswald Pillercite-ref-62[62] konnte die Stadtverwaltung davon Ăźberzeugen, frische Brezn mit einer mobilen Brezelschlingmaschine vor Ort zu backen. Mehrere Schlingmaschinen und ZubehĂśr hatte Piller erfunden und patentiert.cite-ref-piller-patent-41-1[41] Piller ist neben HĂśflinger MĂźller die einzige Wiesn-Bäckerei,cite-ref-63[63] die auf dem Festgelände backen darf.cite-ref-innungsbaecker-de-2018-22-2[22]
Bei der KringelhĂśge, dem Fest der Stecknitzfahrer in der Hansestadt LĂźbeck, werden seit dem Mittelalter Kinder mit Kringeln (norddeutsch: Brezeln) erfreut (hĂśgen: freuen). Zur Erinnerung an den Westfälischen Frieden von 1648 wurde ab 1948 in OsnabrĂźck (Niedersachsen) ein Brauch etabliert, Kinder beim Steckenpferdreiten mit sĂźĂen Brezeln zu beschenken.
Eine Besonderheit im oberfränkischen Marktflecken Weidenberg und Umgebung sind die Brezenwochen: In der Faschingszeit werden Anisbrezen gereicht.cite-ref-genussregion-oberfranken-de-53-1[53]
Ein Volksfest zu Ehren der Brezel findet seit 1883 etwa alle drei Jahre in Bottrop-Kirchhellen statt.cite-ref-64[64] Wer dabei eine Riesenbrezel mit einem HolzknĂźppel von einer Stange abwirft, wird neuer BrezelkĂśnig der sogenannten BrezelbrĂźder.
Symbolwert der Brezel
Die Brezel ist ein traditionelles Zeichen des Bäckerhandwerks. Abbildungen von Brezeln gibt es von Anfang an in den Zunftzeichen der ZĂźnfte und heute in den Wappen von Bäckerinnungen und auf den Ladenschildern von Bäckereien.cite-ref-brotmuseum-2-2[2] Dachverbände wie der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks fĂźhren eine Brezel ebenso in ihrem Signet wie auch die Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Weinheim.cite-ref-66[66] Weitere Landesverbände mit einer Brezel in den Wappen sind die Bager- og Konditormestre i Danmark (= Bäcker- und Konditorenmeister in Dänemark),cite-ref-67[67] der Baker- og Konditorbransjens landsforening (BKLF) (= Nationaler Verband der Bäcker- und Konditorenbranche [von Norwegen]),cite-ref-68[68] Sveriges bagare och konditorer (= Schwedens Bäcker und Konditoren),cite-ref-69[69] der Suomen Leipuriliitto ry (= Finnischer Bäckerverband),cite-ref-70[70] der Eesti leivaliit (= Estnischer Brotverband / Estonian Association of Bakeries),cite-ref-71[71] der Latvijas Maiznieku biedrÄŤba (= Lettischer Bäckerverband),cite-ref-72[72] der Stowarzyszenie RzemieĹlnikĂłw Piekarstwa Rzeczpospolitej Polskiej (= Verband der Bäcker-Handwerker der Republik Polen),cite-ref-73[73] der Svaz pekaĹĹŻ a cukrĂĄĹĹŻ v ÄeskĂŠ republice (= Verband der Bäcker und Konditoren in der Tschechischen Republik),cite-ref-74[74] der SlovenskĂ˝ zväz pekĂĄrov, cukrĂĄrov a cestovinĂĄrov (= Slowakischer Verband der Bäcker, Konditoren und Nudelmacher)cite-ref-75[75] und der Magyar PĂŠkszĂśvetsĂŠg (= Ungarischer Bäckerverband).cite-ref-76[76] Ebenso nahmen industrielle Backwarenhersteller wie die GroĂbäckereien Kamps und Ditsch Brezelbilder in ihren Firmenlogos auf.
Bezeichnungen
In Bayern wird die Bezeichnung Brezn vielerorts synonym fßr gelaugtes Gebäck gebraucht, also Brezn-Stangerl, Brezn-Semmerl, Brezn-Zopf fßr gelaugtes Kleingebäck in der jeweiligen Form.
Wegen ihres hohen Symbolwertes und ihrer Beliebtheit wird die Brezel als Name fĂźr die verschiedensten Dinge verwendet. So gibt es wohl nicht nur in MĂźnchen (Brezn) und Neustadt an der WeinstraĂe (Brezel) gleichnamige Gasthäuser.
2003 legten franzĂśsische Biologen zur Erforschung des oberen Regenwald-Biotops von Panama eine relativ leichte, aufblasbare Station auf die Baumkronen. Der Ausguck hatte die Form dreier ineinander verschlungener Schlauchringe â verbunden mit einem grĂźnen Netz, das als begehbare Plattform diente.cite-ref-77[77] Da die Konstruktion an eine Brezel erinnerte, nannte die Forschergruppe diese Beobachtungsstation SolVin-Bretzel.cite-ref-78[78]cite-ref-79[79]cite-ref-80[80]
FĂźr eine Wohltätigkeitsveranstaltung der UNICEF wurden 2004 in MĂźnchen Peace-Brezn in Form des Peace-Zeichens gebacken und verkauft.cite-ref-81[81] Von 1999 bis 2017 arbeitete am Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaft der Universität Bremen das Bremer Zentrum fĂźr Literaturdokumentation in der Germanistik, das sich abgekĂźrzt ebenfalls BreZeL nannte.cite-ref-82[82] FĂźr VW Käfer der ersten Bauserien hat sich wegen des senkrecht geteilten Heckfensters der Begriff âBrezelkäferâ eingebĂźrgert.
Redewendungen
In Altbayern und Ăsterreich ist eine Brezn, die man âreiĂtâ, ein zumindest mittelschwerer Sturz oder Unfall, bei dem es einen zerbrezelt. Dieses Verb bedeutet daher âstĂźrzen, verunfallen, zerstĂśrt werdenâ (ea hod ĂĄ [gscheide] Brezn grissn; aufpassn, sonst dabrezltâs di!), weil jemand, der gestĂźrzt ist, verdreht wie eine Brezel am Boden liegt. Eine umgangssprachliche Bedeutung aus dem bairischen Sprachraum ist: Jemandem eine Brezn geben fĂźr âjemanden verbal oder kĂśrperlich attackierenâ. Das Verb sich aufbrezeln steht fĂźr âgut anziehen, schminken, sich herausputzenâ. Oder man kann auch âeine Brezel habenâ bzw. in Schwaben âA Brezg em Gsichtâ (âEine Brezel im Gesicht habenâ), das heiĂt dann so viel wie betrunken oder angeheitert sein.
Im Bairischen bezeichnet Breznsoizer (Brezensalzer) eine Person, die untergeordnete Tätigkeiten ausĂźbt. Der Begriff stammt vermutlich aus der Umgangssprache der Bäcker, die das Salzen der Brezen gerne den Lehrlingen ĂźberlieĂen. Zumeist wird der Ausdruck in der Redewendung âI' bin doch ned Eahna Breznsoizer!â gebraucht, mit der jemandem klargemacht werden soll, dass man sich nicht von ihm herumkommandieren lässt. Gelegentlich ist damit auch ein bloĂes Schimpfwort gemeint.
Brezeln in anderen Ländern
Als deutscher Kulturimport ist die Brezel als Pretzel auch in den Vereinigten Staaten beliebt. Dort wird sie allerdings im Allgemeinen als Weichgebäck und mit einem deutlich hĂśheren Zuckeranteil als in Deutschland hergestellt. Vor dem Verzehr werden Pretzels oft mit Senf bestrichen oder auch in Frischkäse gedippt. Das 1988 in Lancaster gegrĂźndete Unternehmen Auntie Anneâs ist eine Fastfood-Kette, die ganz auf die Herstellung von Pretzels spezialisiert ist und Hunderte von Niederlassungen in den Vereinigten Staaten hat.cite-ref-83[83]
Die älteste gewerbliche Pretzelbäckerei in den USA ist seit 1861 die Bäckerei von Julius Sturgis in Lititz, Pennsylvania. Die Bäckerei wurde in die Denkmalliste des National Register of Historic Places aufgenommen und zu einer Touristenattraktion. Noch heute wird sie von der Familie Sturgis betrieben.cite-ref-84[84]
Von der damals schwedischen Stadt Wyborg aus verbreitete sich Ăźber Finnland und Nordrussland eine ungelaugte Hefeteigbrezel, die als Viipurinrinkeli (â Wyborgkringel) bekannt ist. Der Wyborgkringel, -brezel oder auch -krendel hat eine mĂźrbe Krume sowie eine reichhaltige pikante GewĂźrzmischungcite-ref-wyborg-brezel-85-0[85] und wurde in der zweiten Hälfte des 14. Jhs. von Franziskaner-MĂśnchen nach Wyborg mitgebracht. Nach der Säkularisation der Abtei infolge der Reformation in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts verkauften die MĂśnche ihr Brezelrezept an die zwei Bäckerfamilien Vaittinen und LĂśppĂśnen.cite-ref-86[86] Die Familien wurden vom Petersburger Hof zu Hoflieferanten ernannt. Per Dekret ordnete Zar Peter I. an, diese Brezel zu einer der Hauptspeisen bei festlichen Anlässen zu machen. Zar Alexander III. verspeiste bis zu sechs Wyborg-Brezeln täglich.cite-ref-wyborg-brezel-85-1[85] Nach der AuflĂśsung der Sowjetunion erfuhr der Wyborgkringel in den Läden und Märkten eine Wiederkehr als ein friedliches und vĂślkerverbindendes Symbol.cite-ref-87[87]
Verschiedenes
⢠Bereits im 14. Jahrhundert wurde in Niederschlesien die sogenannte Schaumbrezel erwähnt. Diese spezielle Brezel war fest mit dem Brauch des Sommersingens (Todaustragen) verbunden. Ursprßnglich handelte es sich wohl um eine Fastenspeise älteren Ursprungs.cite-ref-88[88]
⢠Seit 1976 wird im Elsass auf Initiative des von Germain Muller gegrĂźndeten Institut des arts et traditions populaires dâAlsace (IATPA) die Goldene Brezel als Auszeichnung an Personen oder Vereinigungen verliehen.cite-ref-89[89] Mit diesem Preis sollen herausragende Beiträge zur FĂśrderung und Darstellung der elsässischen Volkskunst und -traditionen gewĂźrdigt werden.cite-ref-90[90]
⢠1977 wurde in der Kaiserslauterer Innenstadt ein Denkmal fĂźr den Brezel-Verkäufer âBrezeladamâ aufgestellt, einem bekannten und beliebten Stadtoriginal.cite-ref-91[91] Adam Schmadel (1892â1969) verkaufte 50 Jahre lang Brezeln aus einem Weidenkorb bis Mitte der 1960er Jahre.cite-ref-92[92] Der Kaiserslauterer Bildhauer Werner Bernd schuf zu dessen Andenken eine Bronzeplastik, die sich auf seinem ehemaligen Verkaufsplatz an der Kreuzung Eisenbahn- und MarktstraĂe (FuĂgängerzone) befindet.cite-ref-93[93]
⢠2009 feierte das Musical The Producers im Berliner Admiralspalast Premiere. Am Gebäude waren GroĂbanner und Fahnen installiert worden, die in ihrer an nationalsozialistische Beflaggung erinnerten, statt eines Hakenkreuzes aber eine schwarze Brezel vor weiĂ-rotem Grund zeigten.cite-ref-94[94]
⢠Die weltweit grĂśĂte Brezel erschuf am 25. Oktober 2015 die Brauerei Industrias La Constancia beim Centro Internacional de Ferias y Convenciones (CIFCO) in San Salvador. Die Brezel wurde auf zusammengestellten Planchas (Grillplatten) gebacken, wog 783,81 kg, war 8,93 m lang und 4,06 m breit.cite-ref-95[95]
⢠2016 wurde in Erdmannhausen nahe Stuttgart ein Brezelmuseum erÜffnet.cite-ref-96[96]
⢠2019, am 21. September, widmete der Suchmaschinenanbieter Google der Brezel ein Video-Doodle zum Start des Oktoberfestes.cite-ref-97[97]
⢠2022 wurde bekannt, dass Bundesernährungsminister Cem Ăzdemir die Initiative der Bäckerinnung WĂźrttemberg unterstĂźtzte, das Handwerk des Brezelbackens in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufnehmen zu wollen.cite-ref-98[98] Die Initiative wird im Comic Die RĂźckkehr des Flauschmonsters (2025) von Katz & Goldt verarbeitet.cite-ref-99[99]
Ausstellung
⢠Mainzer Brezel â verschlungene Geschichten eines Gebäcks. Stadthistorisches Museum Mainz, 14. Dezember 2013 â 27. April 2014.cite-ref-100[100]
Museum
Literatur
â chronologisch â
⢠Max HĂśfler: Bretzelgebäck. (Mit 82 historischen Abbildungen im Text.) In: Archiv fĂźr Anthropologie, 1905, Band 31, S. 94â110; Textarchiv â Internet Archive.cite-ref-101[101]
⢠Zunft-Wappen und Handwerks-Insignien der Bäcker. Wappen und Siegel des Bäckerhandwerks. Hrsg. von Diamalt-Aktien-Gesellschaft. Drei-Masken-Verlag, Mßnchen 1912, Buchdeckel mit Titel vom Saarländischen Bäckereimuseum.
⢠Karl Kietz: Die Zwieback- und Brezelbäckerei in GroĂ- und Kleinbetrieb. Nordhausen 1922, OCLC 252313301.
⢠Franz Eckstein: Bretzel. In: Hanns Bächtold-Stäubli, Eduard Hoffmann-Krayer (Hrsg.), HandwĂśrterbuch des deutschen Aberglaubens (HdA), Band 1. Berlin / Leipzig 1927; Faksimile: de Gruyter, Berlin 1987, Sp. 1561â1573; Textarchiv â Internet Archive.
⢠Oskar Maria Graf: 3 Bäckergeschichten nebst 150 Rezepten fßr die Brezelbäckerei. Undatierter Nachdruck aus den Jahrbßchern der Firma Diamalt.
⢠Eberhard Benz: Um Brezelmarkt und Brezelwochen. In: WĂźrttembergisches Jahrbuch fĂźr Volkskunde, 1965/69, Kohlhammer, Stuttgart 1969, ISSN 0510-9817, S. 40â48, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche.
⢠Elke Knittel: Der Frieder, der Graf und die Laugenbrezel. Matthaes, Stuttgart, 1. Auflage 1986, ISBN 3-87516-259-5; 5. Auflage 1999, 36 S., brauner Druck auf gelbem Papier, ISBN 978-3-87516-273-8, (Kinder- und Jugendbuch).
⢠Mervi Kansonen und Elina Vuori (Hrsg.): Viipurinrinkeli. (= Etelä-Karjalan Museon julkaisusarja, 15.) Etelä-Karjalan museo, Lappeenranta 1992; [Wyborg-Brezel. (= Publikationsreihe des Museums von Sßdkarelien, Band 15.) Museum von Sßdkarelien, Lappeenranta 1992], OCLC 57987309.
⢠Heinz Schmitt: Der Sommertag oder Stabaus. In: JĂźrgen Keddigkeit (Hrsg.), Feste und Festbräuche in der Pfalz. (= Beiträge zur pfälzischen Volkskunde, Band 5.) Institut fĂźr pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern 1992, ISBN 978-3-927754-03-4, S. 93â140, (zum Sommertagszug in der Pfalz und Kurpfalz).
⢠Barbara Kosler, Irene KrauĂ: Die Brezâl / Die Brezân â Geschichte und Geschichten. Verlag Edition Infotainment, MĂźnchen 1993, OCLC 314467774.
⢠Irene FrĂśhlich: Brezelgeschichte(n) â witzig und wissenswert. Gestaltung von Roni Pruckner. KnĂśdler, Reutlingen 1993, ISBN 978-3-87421-185-7.
⢠Irene KrauĂ: Gelungen geschlungen. Das groĂe Buch der Brezel. Wissenswertes, Alltägliches, Kurioses. Hrsg. vom Museum der Brotkultur, Ulm. Silberburg-Verlag, TĂźbingen 2003, ISBN 3-87407-550-8.
⢠Rainer Seil: Der âBrezel-Adamâ â ein Kaiserslauterer Original, S. 24â26; Brezel-Christine und Brezel-Ferdinand â zwei Speyerer Originale, S. 69â72, in: ders., Brezel-Adam, Grumbeerschoo & Co. â Geschichten und Anekdoten aus der Pfalz. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2008, ISBN 978-3-8313-1929-9, Inhaltsverzeichnis.
⢠Hanna Renz, Simon Buck: Laugengebackenes: Brezeln, BrÜtchen und mehr. Landbuch-Verlag, Hannover 2005, ISBN 978-3-7842-0641-7; Neuauflage: Cadmos, Schwarzenbek 2010, ISBN 978-3-86127-881-8, Klappentext, Inhaltsverzeichnis.
⢠ValĂŠrie Baillet: La lĂŠgende du bretzel. Illustrationen von Christophe Carmona. Ăditions du Bastberg, Griesbach 2005, 29 S., ISBN 978-2-84823-048-1, (Kinder- und Jugendbuch).
⢠Irene KrauĂ: Ein Gebäck, durch das dreimal die Sonne scheint. In: dies., Seelen, Brezeln, Hungerbrote. Brotgeschichte(n) aus Baden und WĂźrttemberg. Hrsg. vom Museum der Brotkultur in Ulm. Thorbecke, Ostfildern 2007, ISBN 978-3-7995-0222-1, S. 39â49, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche.cite-ref-102[102]
⢠Ute Engelen (Hrsg.): Mainzer Brezel. Verschlungene Geschichten eines Gebäcks. (Begleitband zur Ausstellung im Stadthistorischen Museum Mainz vom 14. Dezember 2013 bis 27. April 2014). Hrsg. vom FÜrderverein Stadthistorisches Museum Mainz e. V., Mainz 2013, DNB 1048555054, Inhaltsverzeichnis.
Filme
⢠Anisbrezen aus Weidenberg. Fernseh-Reportage, Deutschland, 2015, 8:32 Min., Buch: Paul Enghofer, Kamera: Harry Lehner, Produktion: Bayerischer Rundfunk, Reihe: Zwischen Spessart und Karwendel, Erstsendung: 17. Januar 2015 beim Bayerischen Fernsehen, Inhaltsangabe und online-Video von BR. In Weidenberg finden ab Januar die Brezenwochen statt.
⢠Laugenbrezel in der Degustation: Von teigig bis fein mßrb. Fernseh-Reportage, Schweiz, 2015, 7:18 Min., Bericht: Roger Mßller und David Jans, Kamera: Adrian Baumann, Produktion: SRF, Redaktion: Kassensturz, Erstsendung: 6. Oktober 2015 bei SRF, Testergebnisse und online-Video von SRF. U. a. mit Bäcker Franz Marty aus Stein am Rhein.
⢠Brezelsupp â Die Rezeptsucherin in Speyer. Fernseh-Reportage, Deutschland, 2016, 29:43 Min., Moderation: Susanne Nett, Produktion: SWR, Reihe: Die Rezeptsucherin, Erstsendung: 1. September 2016 beim SWR Fernsehen, Filmdaten. (Memento vom 28. Mai 2017 im Internet Archive) Inhaltsangabe der ARD. âIn der Pfalz feiert man gern. Und man isst auch gern. In Speyer gibt es sogar ein Fest, das zu Ehren einer kulinarischen Spezialität gefeiert wird: das Brezelfest.â
⢠Made in Germany â Exportschlager Genuss. Dokumentarfilm, Deutschland, 2017, 9:26 Min., Produktion: n-tv, Reihen: Wissen, Made in Germany, Erstsendung: 16. September 2017 bei n-tv,cite-ref-103[103] online-Video von ProSieben (registrierungspflichtig). Mit Wiesnbreznbäcker Oswald Piller und MĂźller Stefan Blum.
⢠Schwäbische Brezel â vom Aussterben bedroht? Fernseh-Reportage, Deutschland, 2018, 3:31 Min., Buch und Regie: Markus Frank, Sprecherin: Sonja Faber-Schrecklein, Produktion: SWR, Redaktion: SWR Landesschau Baden-WĂźrttemberg, Erstsendung: 24. Januar 2018 bei SWR Fernsehen, online-Video von SWR. âDie original schwäbische Brezel muss dĂźnne Ărmchen und einen dicken Bauch haben. Doch immer mehr Bäcker stellen ihre Brezeln industriell her â mit ganz anderen MaĂen.â
Weblinks
Commons
: Brezel
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Brezel
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
⢠Literatur von und ßber Brezel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Bernd Kßtscher: Zur Kulturgeschichte der Brezel mit ergänzenden Aspekten, 31. Januar 2021.
⢠Sehr ausfĂźhrliches Dossier zur Herstellung von Brezeln mit Natronlauge. (Memento vom 23. Oktober 2021 im Internet Archive; PDF; 1,8 MB) In: Backforum Bingen / MeisterMarken â Ulmer Spatz, 2009, 36 Seiten.
⢠Detaillierte Informationen zur Herstellung von Gebäck mit verschiedenen Laugen. (Memento vom 4. März 2021 im Internet Archive) In: boerners.net, 2010.
⢠Elisa Britzelmeier: Wie der Bäcker die Brezel macht. In: Nßrtinger Zeitung, 9. Januar 2016, Reportage aus der Bäckerei Stefan Blum.
⢠Wie man eine Butterbreze schmiert und wie man sie maschinell bebuttert.
⢠Häufige Fragen zum Thema Brezel. (Memento vom 25. Mai 2019 im Internet Archive) In: brezel-baecker.de
⢠17 Laugenbrezeln (Tiefkßhlbrezeln) im Test. In: Stiftung Warentest, 2017, Nr. 3.
Einzelnachweise
cite-note-kluge-seebold-11. â Brezel. In: Friedrich Kluge, Elmar Seebold: Etymologisches WĂśrterbuch der deutschen Sprache. 23. Auflage. de Gruyter, Berlin / New York 1995, S. 137. Vgl. Herkunftsbestimmung von Brezel in der Ausgabe von 1957, S. 99: eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche.
cite-note-brotmuseum-22. â Wer hat die Brezel erfunden? (Memento vom 27. März 2019 im Internet Archive; PDF; 230 kB) Museum der Brotkultur; abgerufen am 26. März 2019, Zitat: âDie Brezel wurde schnell durch ihre auĂergewĂśhnliche Form zum Wahrzeichen der Bäcker. Bereits um 1300 findet man sie auf deren offiziellen Zunftsiegeln. Dies ist bis heute so gebliebenâ.
cite-note-bayerische-brezn-33. â Bayerische Brezn. (Memento vom 30. März 2006 im Internet Archive) Bayerisches Staatsministerium fĂźr Landwirtschaft und Forsten, 2006, Zitat: âDie Brezn werden von nahezu jeder sĂźddeutschen Bäckerei hergestellt [âŚ]â.
cite-note-atlas-alltagssprache-de-44. â Geographische Verteilung der Bezeichnungen: Bre(t)z-. In: Atlas zur deutschen Alltagssprache (AdA) der Universität Salzburg und UniversitĂŠ Liège, frĂźher Universität Augsburg: Bre(t)z-. (Memento vom 12. Januar 2011 im Internet Archive) In: philhist.uni-augsburg.de.
cite-note-duden-55. â Brezel. In: Duden.de. Abgerufen am 26. Mai 2022.
cite-note-les-bretzels-alsaciens-66. â Nos recettes. Alsace Lait, abgerufen am 18. März 2023 (franzĂśsisch).
cite-note-77. â MARCHIVUM â Brezel (althochdeutsch brezitella), Bretzel, Brezl, auch Breze, ⌠In: facebook.com. Abgerufen am 18. März 2023.
cite-note-88. â Wiktionary: Brezel â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
cite-note-99. â Peter-Michael Mangold: Begriff âBrezlâ. Schwäbisches WĂśrterbuch. In: schwaebisch-schwaetza.de. Abgerufen am 29. Juni 2024.
cite-note-lloyd-springer-1010. â brezzila. In: Albert Larry Lloyd, Rosemarie LĂźhr, Otto Springer: Etymologisches WĂśrterbuch des Althochdeutschen. Band 2 (bĂŽâezzo). Vandenhoeck & Ruprecht, GĂśttingen / ZĂźrich 1998, ISBN 3-525-20768-9, Sp. 330â332 (Digitalisat in der Google-Buchsuche).
cite-note-1111. â What Makes Philly Soft Pretzels So Damn Good? Abgerufen am 18. März 2023 (englisch).
cite-note-1212. â Keynote Presentation-2021 â The Pretzel as Commensality: Breaking Bread and the Communal Table. In: Great Lakes History Conference. Grand Valley State University, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 21. Juni 2022; abgerufen am 4. August 2024 (englisch).
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